Freitag, 29. Juni 2012

Eurosatory - Champagner For The Rich - Bullets For The Poor

Der Waffenhandel boomt seit Jahren ungebrochen. Mitte Juni waren die neusten Trends der Kriegsindustrie an einer grossen Waffenmesse in Paris zu sehen. Auch Schweizer Firmen sind an vorderster Front mit dabei. 

Es könnte ein Freilichttheater wie von Karls Kühner Gassenschau sein. Da steht eine Tribüne auf offenem Gelände, die Platz für etwa 300 Personen bietet. Davor eine künstlich angelegte Landschaft. Rechts einige kleine afghanische Lehmhäuser, in der Mitte ein morastiger Hügel und links Kulissen, die eine typische französische Ortschaft darstellen sollen – «Boulangerie» steht auf einer der Fassaden.
Doch so lustig wie bei der populären Schweizer Schauspieltruppe geht es hier nicht zu. Wir befinden uns im Vorführbereich der Eurosatory, einer Waffenmesse in Paris, bei der über 1400 Waffenfirmen aus 53 Ländern ihre Gerätschaften ausstellen, vom Grosspanzer bis zum Miniroboter. Es ist Mitte Juni, innerhalb einer Woche besuchen über 53 000 Menschen die Messe: Militärs, Beamte aus Verteidigungsministerien, Politiker und auch einige Hundert JournalistInnen. Dem gewöhnlichen Volk bleibt der Zugang verwehrt.
Aus den Lautsprechern ertönt dramatische Musik. Dann begrüsst eine weibliche Stimme die ZuschauerInnen, und schon gehts los: Ein Einmanngefährt brettert durch den Matsch. Es gleicht von vorne einem vierrädrigen Motorrad, von hinten ähnelt es einem Schneemobil. Tracked All Terrain Vehicle (T-ATV) nennt sich das Fahrzeug, es ist eine Neuheit aus den Fabrikhallen der Schweizer Rüstungsfirma Ruag. Entwickelt hat den Flitzer eigentlich Urs Eiselin, ein ehemaliges Mitglied der Schweizer Snowboard-Nationalmannschaft, der in Dubai auf die Idee kam, ein Schneemobil für die Wüste umzubauen. Daraus ist die Serienproduktion des sogenannten Sand-X entstanden, der unter gut betuchten AbenteurerInnen im arabischen Raum inzwischen reissenden Absatz findet. Der T-ATV der Ruag ist die Militärversion von Eiselins Sand-X. In weniger als drei Sekunden soll er von null auf hundert Stundenkilometer beschleunigen können.>>>weiterlesen in der WOZ
 

Und gleich neben den Eidgeschossen, trumphten natürlich auch die Deutschgeschosse mit ihren neusten "superintelligenten Killer-Kreaturen" auf. 123 deutsche Mörderinstitute waren zur Party geladen, neben Krauss-Maffei Wegmann, Heckler & Koch, Rheinmetall, EADS und CO, präsentierte sich naturlich auch die Bombenbrut aus Überlingen an forderster Front:
Diehl Defence brought a broad portfolio of its products, including ammunition, missiles, an air defence system, and a new non-lethal technology to Eurosatory 2012.
siehe auch :
Der vergessene Krieg im Osten des Kongo von Dr. Alexander von Paleske

Paris is burning by DerajahDonkeyJawBone


Donnerstag, 28. Juni 2012

Sitzt ein Würmsche...

So und bevor ich mich auf den Weg zur Arbeit mache, poste ich noch schnell einen kleinen hessischen Zungenbrecher:

Sitzt ein Würmsche mit´m Schirmsche
unterm Ärmsche aufm Türmsche
kommt n Stürmsche bläst das Würmsche
mit´m Schirmsche unterm Ärmsche vom Türmsche.
Stormy Storm by Ainota

"gesicht mit deutschlandfahne"

mit dieser Google-Suchanfrage landete heue irgendjemand hier :
http://pixelschnipsel.blogspot.de/2012/06/3x3-macht-4-und-2-macht-9ne.html

Strange Algorythmus!

Nachtrag: Ne, doch gar nich so strange, hier stehts ja:
" Es war überhaupt eine sehr skurile Stimmung in der Stadt. Fußball und massenhaft Leute aus allen Herren Ländern, ich sah ganze Reisegruppen aus Asien und ich weiss nicht von wo die überall herkamen, aber alle trugen Deutschlandflaggen auf der Backe"
Nachtrag 2 - Dazu passt auch diese wunderbare Darbietung von sweet Sista Sinéad:

For the giggle-ment and chortle-ation of the despairing.

Dienstag, 26. Juni 2012

Back in Town

So, bin gestern wieder in den Niederungen der westlichen Hemmnis Sphäre gelandet. Genauer gesagt auf dem Stuttgarter Hauptbahnhof.

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Und inmitten einer sogenannten "Sciencestation 2012" - Einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (also der neuen Green Imperialsitic Economy, nach dem Motto: Groß, Größer am Grrrösssten!) Denn hier vorgestellt wurden ausschließlich Großprojekte ganz nach dem Geschmack der S21-Technokraten. So wurde bspw. auch gefragt wieviel Bevölkerungswaxxxtum die Erde verkrafte! Worauf meine Gegenfrage, vieviele Menschen-Opfer die weiße Herrenrasse denn bräuchte, um auch in Zukunft die Ressourcen nachhaltig aufs eigene Konto transferieren zu können, nicht beantwortet wurde.






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Ach komm geh fott, wer braucht schon eine dezentrale, kommunale Energeieversorgung, wenns auch großspurig und imperialistisch geht, wer braucht schon Menschenrechte oder ein Grundgesetz, wenn da eine brandneue, BigBank-Verfassung winkt!


Auweia, bei mir glühn der Hals, der Kiefer und die Augen, während die Nase einer Frostbeule gleicht
Richtung Ausgang wollte mein Sohn die verkehrte Rolltreppe besteigen, ich zeigte und erklärte ihm das Zeichen, welches die Rollrichtung der Treppe anzeigt - als plötzlich  unten an der Treppe die nach oben rollt, aufgeregte Polizisten auftauchten und die Passanten vom besteigen der Selbigen abhielten.


Als dann ein Techniker erschien und irgendetwas an der Elektrik richtete, fragte ich die Polizisten ob es denn so gefährlich für die Passanten wäre, wenn da mal eine Rolltreppe kurz zum Stillstand käme? Sichtlich verwirrt wusste der freundliche Polizist auch keine Antwort.


Jedenfalls rollte die Treppe gleich wieder weiter und die Cops begaben sich zurück auf ihren Posten am Haupttor.


What a strange Town it is, this Benztown!

Strange Town by DavidRamirez

Montag, 25. Juni 2012

Bergmann-Atzmon:ZONE DE MEMOIRE

tracks
1)   roof of clouds 8:32
2)  distant light 3:11 ggggg
3)  invisible abyss 15:04
4)  beyond boundaries 5:49
5)  no thing 8:48
6)  torn hills... (some swing)    2:58
7)  present absent 8:37
 total time 53:32











1 CD ZONE MEMOIRE | €16.75,-
incl. € 2,-  shipping | via PayPal
available from 15 July
liner notes by Massimo Ricci | touching extremes

ZONE DE MEMOIRE
Hubert Bergmann, piano | Gilad Atzmon, alt sax, soprano sax, clarinet


Musical fruitfulness doesn’t come easy. But in an improvisation between two men who are playing together for the first time, something incredible can happen: the instantaneous poignancy of the just-generated material, the visible sparks of the respective imaginations, the concrete explanation behind that fundamental instinct which pushes gifted humans to attempt a creative act to look into themselves to begin with, and communicate with fellow talented specimens later on.

Zone De Memoire is the result of one of those born-in-heaven encounters. Reedist Gilad Atzmon and pianist Hubert Bergmann recorded these magnificent seven tracks in an afternoon, prior to a concert of the British artist with Sarah Gillespie at Überlingen, on Lake Constance. Already in the opening exchanges of the initial “Roof Of Clouds” it is quite evident that there was no mâitre around to make sure that the champagne was being served. Straight away, the couple enters the areas where there is nothing else besides those intelligible figurations, significance distilled from an alternance of passionate inflexions and softened accents, occasionally leaving room to precious instants where riveting intuitions and an impressive sense of anticipation prevail on a potentially damaging paroxysm, turning impromptu gestures into a contrapuntal logic of the highest order.

Piano, alto and soprano saxophones, clarinet. Well known colours, both in jazz and free music at large, appearing all the more familiar when there’s no need of radical disruptions to hit the right spots in a listener. Bergmann’s touch and physical mastery on the keyboard are decisively solid despite a lingering romantic aura; Atzmon seems to exhale melancholy even when the fire in his tone burns hot, sheltering hopes and fears under hundreds of melodic insights. You are not going to experience the kind of inner laceration caused by the harshest types of sonic message; and yet, ATZBE belong to that category of unstained virtuosos that manage to appear noble and unpretentious at once. The ones who suggest us to leave whatever we’re doing, and get the instrument in our hands again for the few inestimable minutes of wordless contentment that life still reserves beyond bogus cosmic connections and ever-torn nets.

Sonntag, 24. Juni 2012

Liebe Freunde am Neckar!

Ich wünsche Euch ein frohes und rauschendes Hafen-Fest! Da ich mich kurzfristig zu einem Kuraufenthalt auf dem Mount Kailash im Himalaya einfinden musste, ist es mir leider nicht möglich, physisch am Neckar anwesend zu sein. Ich proste Euch aber von hier oben aus mit einem Schluck reinstem Quellwasser zu!

CHEERS!
Kailash Rain by SunWei

Jetzt schlägts 13 !

Oder: Gaza ist überall. Ein Aufruf an die Medien
"Unsere Medienlandschaft ist mit Leuten besetzt, die es besser wissen müssten, aber es nicht besser wissen wollen. Sie fühlen sich in einem von Politikern gebauten Glashaus wohler als bei einer kreativen Aufgabe: Nämlich um Verständnis dafür zu ringen, was zum Teufel im Gaza-Streifen und in der Westbank los ist."
Jeff Halper - Direktor des israelischen Komitees gegen Hauszerstörungen – Israeli Committee Against House Demolitions ICAHD

 Media - Your Mission is to Save Democracy! Your Mission is Enlightenment! Time 4 Justice! Time 4 Peace!



 Universal Declaration of Human Rights 

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (mit Änderungsindex)

Grundrechteforum

Samstag, 23. Juni 2012

Times Like These

IMI-Analyse 2012/011 - gekürzt in: ak (analyse&kritik) 573

Im Interesse des Nordens

Die Atalanta-Mission führt zur Ausweitung des Kriegs am Horn von Afrika

von: Jonna Schürkes | Veröffentlicht am: 20. Juni 2012

Militarisierung der Region
Angesicht der Tatsache, dass das Piratenproblem weniger auf die Verarmung der somalischen Bevölkerung in Folge einer europäischen Fischerei- und Wirtschaftspolitik sondern auf ein genuin somalisches Problem des „gescheiterten somalischen Staates“ zurückgeführt wird, bildet die EU im Rahmen der Mission EUTM in Uganda seit 2010 jährlich 2000 Soldaten für die somalische Übergangsregierung (TFG) aus. Diese sollen dann gemeinsam mit den Soldaten der Mission der Afrikanischen Union (AMISOM) – die wiederum vor allem von der EU finanziert wird – die TFG dazu befähigen, das Territorium und die Bevölkerung Somalias zu kontrollieren.
Die EU setzt somit vor allem auf repressive Mittel, das Piratenproblem unter Kontrolle zu bringen, was inzwischen sogar in der militärnahen Zeitschrift „Europäische Sicherheit und Technik“ kritisiert wird.[6] Die Ursachen für Piraterie – die Ausbeutung der Fischgründe auch durch europäische Fangflotten vor der Küste Somalias, ein Weltwirtschaftssystem mit verheerenden Auswirkungen vor allem auf die Gesellschaften des Südens und eine „Internationale Gemeinschaft“, die mehr daran interessiert ist, dass Territorien kontrolliert werden, als dass es Gesellschaften gibt, an denen Menschen ökonomisch und politisch teilhaben können – werden nicht angegangen. Vielmehr wird versucht, mit militärischer Gewalt eine der wichtigsten Wasserstraßen offen zu halten, so dass der Wohlstand im Norden erhalten bleibt.

God's Radar


God's Radar by Nina Hagen

Donnerstag, 21. Juni 2012

Bankencrash selber machen

Gestern auf der Arbeit, kamen mir noch ein paar Nachgedanken zu meinem Aufruf hier. Es ist ja nicht so, dass ich, nur weil selber völlig mittellos und den täglichen Angriffen der Technik ausgesetzt, ich mich nicht auch hin u. wieder mit den Nöten und Sorgen der noch gut situierten, technisch versierten MitbürgerInnen beschäftigen würde.  Nein, die Menschheit als Ganzes liegt mir ebenso am Herzen wie die Natur in ihrer ganzen Vielfalt und Heiligkeit.

Also ich dachte mir so, dass es doch eine gute Idee wäre, mal eine Liste zu erstellen, von Banken und alternativen, genossenschaftlichen Lebensretterfonds, nach dem Prinzip - Atomausstieg selber machen.


Die Bank
Die Nacht ist lind und lockt mich auf die Warte
auf halber Höhe über meinem Flecken;
ich schau ihn sich den Bach hinauf erstrecken,
und diesen selber durch der Mauer Scharte.

Durchs Laubwerk mir zu Häupten spielt das harte
Geblink der Sternenschar mit mir Verstecken;
indes von unten mich Laternen necken,
wie Blitzer einer transparenten Karte.

Vor allem aber ist die Bank da droben
mir wert. Denn meine Freundin kommt, die ferne,
so oft ich dort, mein nächtlich Säumen teilen.

Gemeinsam hören wir die Wasser toben.
Gemeinsam schaun wir Häuser, Lichter, Sterne ...
Und wünschen nichts als ewig so zu weilen.


  Christian Morgenstern . 1871 - 1914

Mittwoch, 20. Juni 2012

Ich sach heut einfach mal Cheers Stuttgart!

So schlimm die Zustände auf der einen Seite sind, in dieser Stadt, so hoffnungsfroh und ermutigend stimmen mich all die engagierten Menschen hier. Es ist schier unglaublich was sich hier während der letzten Jahre getan hat! Habe eben nochmal die ganzen Handzettel ausgepackt, die ich am Montag auf der Demo so zugesteckt bekam. Da ist alles drin, neben der Aufklärung bezüglich des ganzen kriminellen S21-Spuk u. der K21 Alternative, erfährt man auch alles über Hartz IV und den Killer- § 31des SGBII und wie sich dieser auch auf die regulär Beschäftigten auswirkt indem er zur Ausweitung des Niedriglohnsektors führt - bis hin zu den Zockereien auf dem Gebiet der Energie-und Wasserversorgung und der erforderlichen Kommunalisierung-und Dezentralisierung der Selbigen.

Es gibt unendlich viele Arbeitsgruppen hier, die wiederum alle miteinander vernetzt sind und das auch immer mehr über die Stadt-und Landesgrenzen hinaus.

Es engagieren sich Menschen mit völlig unterschiedlichem Background, gut Betuchte neben Erwerbslosen, Ingenieure, Künstler und Akademiker neben Arbeitern aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern. Auch die Flüchtlingpolitik wird mittlerweile immer mehr thematisiert und ich hoffe, dass hier auch bald der militärisch-industrielle Komplexxx noch so richtig sein Fett abkriegt.

Klar tummeln sich auch hier immer noch viel zu viele Desinteressierte und Selbstgerechte und noch sind die leider in der Überzahl. Aber auch für die wird es zunehmend schwierig, Augen und Ohren zu verschließen, inmitten all der Bagger, Bohrer, Löcher und Gruben dem Verfall, dem Smog und den ganzen Trommlern.


Sinéad O'Connor Is Speaking For All Of Us

who are suffering from PTSD or related Psycho-Problems

WHEN HEROES STIGMATISE, PEOPLE DIE

Sinéad wurde anlässlich einer Veranstaltung zu Ehren von Aung San Suu Kyi aus Burma von Amnesty Irland eingeladen, dort ihr "Nothing Compares" zu singen, dies allerdings nur, wenn es ihr überhaupt möglich wäre, sich dabei unauffällig und "normal" zu verhalten, sprich, sich ordentlich anzuziehen und keine unkontrollierten Statements abzugeben. (hier nochmal ihr statement in worten)

Gott, wie liebe ich Christine Prayon!

Dienstag, 19. Juni 2012

The Bells Are Ringing

Was ein Tach heute schon wieder... Als erstes versagte hier im Haus die Technik total, kein Zugriff mehr auf irgendeinen Rechner. Selbst das Sat-TV erlitt einen Total Black Out. Hab nun erstmal einen Ersatzrechner, dem Himmel sei Dank! Und TV glotz ich ohnehin kaum noch, so what the ...?! Ha, und da die fehlgeleiteten Mails nun ihre Bande zwischen 2 ganz wunderbaren und hochbegabten Menschen knüpften, darf mit weiteren kreativen und kunstvollen Überraschungen gerechnet werden, was gibt es schöneres!

Nun also schnell noch auf einen Sprung auf die Montagsdemo. Vorbei an der kleineren auf dem Schloßplatz.wo ich dann wenigstens noch ein kleines Foto schoß

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und dann weiter zu den Kundgebungen auf dem Marktplatz, wo mich das Szenario so vereinnahmte, dass ich das shooten völlig vergaß. Nach dem groovigen Song von Stefan Hiss sprach der kritische Journalist und Kunsthistoriker Dr. Dietrich Heißenbüttel, seine Rede findet sich hier und last but not least, the one and only Joe Bauer, seine Rede findet sich auch hier. Offenbar fanden Joe Bauers Worte sogar im Glockenturm des Rathauses ihren Anklang, denn dieser stimmte sich gegen 18.35 mit einem freudigen, ca. 10 Min. lang andauernden Gebimmel in die Rede ein.

Wir ließen uns dann noch vom Trommelrythmus des Protestumzugs zum Bahnhof geleiten, stiegen in den Bus und knipsten schnell noch ein Abschluss Buildl

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Das war der heutige Kurzbericht aus Benztown. Und nun schalten wir weiter zum See: Dort tat heute, oh Wunder, der Südkurier sein Unbehagen kund, bzw. das jener Menschen, welche sich nun mal überhaupt gar nicht  von der Killer-Intelligenz der Mordinstrumente des Herren Diehl und seiner Gefolgschaft beeindrucken lassen wollen.
 Angesichts der Vielzahl an Diskutanten war ein roter Faden kaum erkennbar und blieben Fragen offen. Etwa die von Besucher Hubert Bergmann an Claus Günther, der angesichts einer Firmen-Kooperation mit Israel wissen wollte, ob der Diehl-Konzern wisse, was die Waffen wo genau „angerichtet haben“. Günther antwortete, dass Israel früher „ziemlich dumme Waffen“ gehabt habe, „die irgendwo hingeschossen“ wurden, heute aber von Diehl ein hochpräzises System geliefert werde, das zivile Opfer vermeide. Zurück blieb bei vielen Besuchern Unbehagen
(Bislang las man im Südkurier nur als Artikel getarnte Werbeanzeigen für besagte Firma u. deren Verwandschaft)

Abschließend möchte ich hiernochmal auf das Neckar-Hafenfest am kommenden Sonntag hinweisen, wer in der Gegend ist, komme doch bitte zahlreich und erlebe dort ein hinreißendes Flussgelage!

Solong...

The Mystics - The Bells Are Ringing by Resnik Music Group

Montag, 18. Juni 2012

Kurzdurchsage an meine Freunde

Die Technik in meinem Hause spielt immer noch verrückt, so landen jetzt mitunter mails die ich an Freund A schicke, bei Freundin B.  HAHA! Keine Ahnung wer die sonst noch so liest. Entbehrt aber nicht der Komik, also wenn ich den Adressat der gesendeten mail überprüfe und die dort tatsächlich an Freund A rausging, aber dennoch auf wundersame Weise bei Freundin B ankam!

Maybe you 2 friends should arrange a Gig together!

CHEERS!

Patti's Words


 http://www.pattismith.net/
Gemafreies hören auf Soundcloud
http://soundcloud.com/tsouxtra/03-fuji-san

Samstag, 16. Juni 2012

Liebe Gemeinde!

Die Zeit für Talarmuffige Predigten und freundliches Taubengegurre ist definitiv vorbei! Wie lange wollt ihr Euch noch über eure runden Tische ziehen lassen?

 http://2.bp.blogspot.com/-GoVMjpJSFZc/T9HsX7NlX8I/AAAAAAAABzo/KD31FsO6E9E/s1600/T.D.jpg
Der Bundespfarrer hat doch längst ins Kriegshorn geblasen. In Stuttgart Möhringen und Vaihingen sitzen die Reißbrettspieler und verzocken Eure Ersparnisse in mörderischen Endzeit-Planspielen, während  die Bombenbrut am Bodensee die Sektkorken knallen lässt.

Boykottiert die Killer-Banken und kündigt eure Versicherungen, legt euer Geld lieber in Gemeinschaftsgärten und alternative Wohnprojekte an, dort wird es Euch auch  im Alter ganz sicher besser ergehen,  als in irgendeinem Pflegenotstandsheim, wo ihr dann ruhiggestellt und ans Bett fixiert das Ave Maria rauf und runter beten könnt, bis ihr schwarz werdet.

Montag, 11. Juni 2012

dOCUMENTA 13 und die PanzerknackerInnen - Aktion Kassel entrüsten!

Was?! Wieder einmal erwacht Kassel aus dem Dornröschenschlaf und präsentiert sich im Rahmen der dOCUMENTA(13) als weltoffene, internationale Kulturmetropole unter dem Motto „Zusammenbruch und Wiederaufbau“. Jenseits der etablierten Kunstszene bietet die documenta dabei stets auch Raum für politische Interven-tionen.
Vom 17. bis 24. Juni 2012 sind daher alle Interessierten eingeladen, gemeinsam das Krieg(s)treiben vor Ort kreativ sichtbar zu machen. Dafür gibt es viele inhaltliche Anknüpfungspunkte: Von der Zwangsarbeit in der Kasseler Rüstungsindustrie im Nationalsozialismus über die Rolle der aktuellen Rüstungsproduktion in Kassel für den weltweiten Einsatz bis hin zu Krieg als Fluchtursache: Krieg beginnt hier! Die inhalt-lichen Bezugspunkte für kreativen Widerstand sind vielfältig – die möglichen Formen des Protestes ebenso! Wir laden euch alle herzlich ein, euch zu beteiligen: Bringt eure Ideen und Fragen mit, schließt euch bestehenden Aktionsgruppen an oder startet eure eigene. Lasst uns gemeinsam aktiv werden gegen Militarisierung und Rüstungsindustrie! >>> http://panzerknacken.blogsport.de/
siehe auch http://www.imi-online.de/2012/06/11/kassel-entrusten/ 


01 - Markscheider Kunst - Krasivo Sleva by Mihail Brailovskiy
http://www.myspace.com/mkunst
http://mkunst.kroogi.com/?locale=en

Sonntag, 10. Juni 2012

Neues aus Heuchelmeuchel

 De Maziere:
Unsere U-Boote sind sauber. Wenn andere sie beschmutzen, liegt das nicht in unserer Verantwortung.
C.Roth:
Es muss sichergestellt werden, dass unsere U-Boote nur mit stinknormalen Diehl-Defence Marzipanschweinchen, ND-SatCom Carepaketen und umweltfreundlichen US-Bio-Sprengköpfen ausgestattet werden können, nicht aber mit fliegenden Pilzen.

>> Der Tod ist ein Meister aus Deutschland

>> Tuff Gong Calling: Zeit für einen Großaufstand!!!

>> Gesammelte Leseempfehlungen zur Grass-Debatte

In These Times - update

changed

Anmerkung: Auf Youtube gibt es einen andern, ganz wüsten Verschnitt dieses Videos, ich hatte es kurz zuvor hier reingehängt und dann  versucht das auf Youtube zu kommentieren, die Technik ließ es aber mal wieder nicht zu u. das obowohl ich in mein yt account eingeloggt war.  Also man vergleiche die Pics von diesem Video hier u. dem andren, das da noch in der Tube rumgeistert. Your Body Reaction will tell you the difference!

Snapshot of da Day

Gestern in der U-Bahn platzierte sich plötzlich so ein merkwürdiger Möchtegern-Skinhead hinter mich u. fuchtelte mir mit seinem Aifon im Nacken herum. Als ich dann genervt meine Minicam aus der Tasche packte und ihn im Spiegelbild ablichten wollte, stieg er aus. Dieses Bild blieb im Kasten.

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dazu passt folgendes Textfragment:

Aus der Praxis geboren...

Die Idee zur Vermittlung freiberuflicher SAP-Berater entstand 1996. Damals war Dr. Harald Lindinger an einer großen SAP-Einführung in einem Pharmakonzern beteiligt. Er erkannte, dass in IT-Projekten das Personalproblem noch vor allen anderen rangiert: Die Herausforderung, wirkliche Spezialisten schnell zu finden, sie gemäß ihrer Persönlichkeit einzusetzen und zuverlässig an das Projekt zu binden.

Seitdem knüpft, erhält und erweitert der Unternehmensgründer ein dichtes Netzwerk von SAP-Spezialisten, die er gezielt an Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen sowie an Systemhäuser vermittelt.

Noch heute "kocht der Chef gern selbst": Er weiß also, was Sache ist. Darüber hinaus verfügt er über ein ausgeprägtes Talent für gutes Management und weiß die typischen praktischen Hindernisse eines jeden IT-Projekts zu überwinden. Lindinger Consulting steht für Erfahrung, die sich für Sie lohnt!

... an den Aufgaben gewachsen

Zur Pharmabranche kamen bald neue Projekte - auch auf internationaler Ebene - in der chemischen Industrie, der Nahrungsmittelindustrie, im Maschinen- und Anlagenbau, in der Elektro- und Automobilindustrie sowie in der Papierindustrie.

3x3 macht 4 und 2 macht 9ne

Weil mich hier heute abend plötzlich so einen unglaublicher Durst auf Bier überkam ( ich las irgendwomal, dass Bier gerade für Frauen ab 40+ sehr gesund sein soll, hormonausgleichend und so...) also ich bekam Durst auf Bier und begab mich auf einen Sprung nach Downtown, natürlich nicht ohne mein Söhnchen. Der nahm heute mal wieder seinen Watschepinguin mit, das ist so ein Hozltier am Stab, mit Watschelfüßen aus Gummi und dieser schien das Publikum sehr zu amüsieren. Es war überhaupt eine sehr skurile Stimmung in der Stadt. Fußball und massenhaft Leute aus allen Herren Ländern, ich sah ganze Reisegruppen aus Asien und ich weiss nicht von wo die überall herkamen, aber alle trugen Deutschlandflaggen auf der Backe. Am Bahnhof robbte eine ganze Armee bunter Frauen mit Kopftüchern die Rolltreppe hinauf, mit schweren, vollbepackten Taschen aus Plastik. Auch afrikanische Muskianten waren viele unterwegs und  auch die Obdachlosen und Bettler stürtzen sich ins Getümmel und schenkten mir ihr bezauberndes Lächeln im Vorrübergehn. Ihre Klingelbeutel schienen auch ordentlich gefüllt zu sein.

Apropos Klingelbeutel - ich hatte keinen Groschen mehr in der Tasche und musste zu allererst auf die Bank. Auch dort war eine asiatische Reisegruppe versammelt, sie zeigten freudig auf den Pinguin und deuteten dessen orangefarbenen Streifen auf dem schwarzen Gesicht als Deutschlandflagge. "Ah Pinguin, Deutschland " meinte da einer. "No, sagte ich, Pinguin, Südpol!" "Südpol?" "Ja Südpol."

nein, das hier ist  nicht die Bank auf der ich mein Konto habe, das hier die die Spätzles-Bank

Dann steckte ich die Karte in den Automaten und hoffte dass dieser wenigstens noch ein paar kleine Euronen ausspuckten würde, Fußball hin oder her. Und how lucky, noch ganze 90 Euro zeigte der Konstostand. Na das ist doch was, 2x3 macht 4 widewidewit und  2 macht 9ne, dachte ich und packte die Scheinchen ein. Wieder im Getümmel drangen die Saxophonklänge des Straßenmusikanten mit dem Papagai auf dem Kopf zu uns herüber, er ist einer derjenigen, der hier fast täglich anzutreffen ist. Und was spielte da der bunte Vogel?

Pipi Long Stroumph in da Bronx Bietch by unexpectedJoints

Oh My God, what a Day!  Cheers, Spätzle, ein jeder hat halt so seine Verbindungen, gelle?

Samstag, 9. Juni 2012

Drop The Fucking Pilot

Missbrauchtes Feng Shui

So wie der wunderschöne und wirklich zauberhafte Bodensee einem das Herz und die Seele erquickt,  so sehr täuscht er über die mörderische Industrie hinweg, die sich rings um dieses tiefsinnige Gewässer angesiedelt hat und die dort, trotz Massenmord und Kriegsverbrechen, bis dato ihrem unheilvollen Handwerk unbehelligt, nein sogar noch hoch dotiert und hofiert, nachgehen darf.

Ähnlich verhält es sich mit jenen Landschaftsarchitekten und Städteverschönerern, die einen mit ihrem Feng Shui die Sinne betören und die oftmals genau an den Plätzen pure wellness simulieren, an welchen im Hinter-bzw. Untergrund das reinste Höllenfeuer brodelt und wo Kräfte toben, die an einer echten Transformation hin zum Schönen und Wahren und Guten, überhaupt kein Interesse haben.

Darüber könnte bspw. auch der Herr Dreiseitl aus Überlingen einmal nachdenken.

ps. Das Atelier Dreiseitl wird hier die Baugrube zwischen der von einheimischen Bücherknast genannten new "Library" und der neu entstehenden Shopping Mall, also den schon im Vorfeld sagenumwobenen Mailänder Platz nach eigenem Aussagen zu einem der "Top Plätze" der Stadt machen. Ein früherer Auftrag war bspw. das Maybach Center COE in Sindelfingen.

Dienstag, 5. Juni 2012

Great new Album from Efrat Ben Zur

via +972


http://efratbenzur.bandcamp.com/

Sonntag, 3. Juni 2012

Tuff Gong Calling: Zeit für einen Großaufstand!!!

Also ich kann nun doch nicht mehr an mich halten und rufe auf zum internationalen Großaufstand des Gewissens!

Als erstes mögen doch bitte alle Menschen, die bei folgenden Banken ihr Geld liegen haben, dieses auf der Stelle abheben und anderweitig unterbringen:

Laut ICAN sind elf deutsche Finanzinstitute in den Bau von Atomwaffen oder ihrer Trägersysteme verwickelt, darunter die Allianz, die Commerzbank, die Deka-Bank, die Deutsche Bank, die DZ Bank, die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie die Landesbanken von Baden-Württemberg, Bayern und Hessen. So soll die BayernLB Kredite in Höhe von schätzungsweise 900 Millionen US-Dollar an Konzerne wie BAE Systems, Boeing und EADS vergeben haben. Der deutsch-französische Konzern EADS wiederum ist an der Produktion von atomar bestückten Raketen für U-Boote und Kampfflugzeuge beteiligt.

Desweiteren ist es endlich Zeit, sich mit allem was Krach und Lärm und Sound macht zu bewaffnen und sich  lautstark in Stellung zu bringen, gegen diesen apokalyptischen Irrsinn!

PS: Ach ja, die EUCOM in Stuttart-Vaihingen und die AFRICOM in Stuttgart-Möhringen bieten sich da ganz hervorragend als  Hintergrundsgeräuschkulisse zum Krach schlagen an.

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Psycho Killer



PS: And my favorite song is this one: Heaven